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15. Februar 2014 Druckversion anzeigenSchrift vergrössernSchrift verkleinern

81. Generalversammlung im Restaurant Frohsinn Seon

Auszug aus dem Protokoll:

2. Referat Herren Jagdaufseher Rütsche und Urech
Guido Rütsche, einer der neun Pächter im Jagdrevier Seon-Staufen, stellt sich persönlich und sein Revier mit viel Elan und Witz vor. Das Referat ist sehr ausführlich gehalten und führt uns über viele Umwege durch das Leben und Schaffen eines Jägers. Wir erfahren, dass Jagd ausser Töten noch viele andere Aspekte beinhaltet, ein echter Jäger bezeichnet sich auch als Naturschützer. Entsprechend muss ein potenzielles Jagdmitglied nicht nur einen integren Charakter haben, sondern auch Fingerspitzengefühl an den Tag legen, wenn es beispielsweise darum geht, mit erbosten Jagdgegnern zu diskutieren, sie zu besänftigen oder aufzuklären.
Mit ein paar Zahlen skizziert er sein und das aargauische Revier:
Grösse: ca. 1300 ha
geschossene Rehe: 60 pro Jahr; im Aargau gut 2000
AG: 1700 Wildschweine; Füchse wenig, der Bestand nimmt, bedingt durch Räude und Staupe, ab. Der Rehbestand hält sich gut, da es sich recht gut an die neue Waldbewirtschaftung mit seinen lichteren Wäldern anpassen kann – sie können sich besser „verstecken“ und sind so schwieriger zu erlegen. Weiter erklärt Guido Rütsche uns, dass die Jäger auch aufgrund von Verbissschäden, gemeldet durch den Förster, regelnd eingreifen müssen, dann vor allem, wenn sie so gross sind, dass es natürlicherweise keine Jungbaumvorkommen mehr gibt. Die Mitglieder in seiner Jagdgesellschaft sind zwischen 32 und 76 Jahre alt und aus ganz verschiedenen Berufsgattungen kommend.
René Urech ist als Jagdaufseher von der Jagdgesellschaft Seon-Staufen angestellt und somit auch deren Repräsentant. Er kontrolliert, ob die Jagdgesetze eingehalten werden, darf aber auch selber mitjagen. Zudem ist er die Anlaufstelle, wenn Wild in Verkehrsunfälle involviert ist. Ebenfalls ausrücken muss er, wenn es um Kitzrettung geht. So ist er auf einen guten Draht zu den Landwirten in seinem Revier bedacht, auf sie ist er angewiesen, damit möglichst wenige Kitze unter den Mäher kommen. Zudem greift René Urech das Thema Leinenzwang auf: es ist gesetzlich verankert, dass während der Setzzeit und Aufzucht der Rehkitz Leinenzwang herrscht. Erwähnt werden die Wildwarngeräte (sie pfeifen, wenn in der Nacht Scheinwerfer drauf-blenden und schrecken so das Wild vorm Überqueren einer Strasse ab), die ebenfalls von ihnen installiert und gewartet werden.
Guido Rütsche übernimmt nochmals das Wort. Wir erfahren, dass der Feldhase kaum mehr vorhanden ist, da die ausgeräumte Landschaft keine Lebensgrundlage mehr bietet. Es fehlt an Hecken. Der Verbissschutz an Jungbäumen wird ebenfalls von der Jagdgesellschaft angebracht, es ist nicht, wie man annehmen könnte, Aufgabe des Försters – die Kosten würden ihnen angelastet werden, sollte es durch jemanden anders gemacht werden müssen.
Anhand mitgebrachter Rehgeweihpräparaten veranschaulicht der Jäger wie das geschulte Auge viel über den Gesundheitszustand des einzelnen Individuums ablesen kann. Das Geweih des Rehs wird jedes Jahr frisch aufgebaut und man kann mit einem maximalen Alter von rund 10 Jahren rechnen (falls es Begegnungen mit Jäger, Hund und Auto überlebt). Auch der Dachs wird kurz angesprochen – er ist der eigentlich Bauer des Fuchsbaus. Der Dachs gehört zu den Marderartigen.
 

9. Wahlen
Die Vorstandsmitglieder Weber Hanspeter (Präsident) und Ueli Lüscher (Beisitz) haben per GV 2014 ihren Austritt bekanntgegeben. Die bereits in der Einladung zur GV vorgeschlagenen neuen Vorstandsmitglieder Wüthrich Hilfiker Beatrice und Fehlmann Urs werden von der Versammlung einstimmig gewählt. Glücklicherweise kann der Vorstand auch gleich eine Präsidentin vorschlagen – Urech Brigitte wird einstimmig als Präsidentin gewählt. Der Vorstand setzt sich ab GV folgendermassen zusammen:

Urech Brigitte; Präsidentin
Wüthrich Hilfiker Beatrice; Kasse
Loosli Hanspeter; Vize-Präsident
Fehlmann Urs; Beisitz
Gutscher Andrea; Aktuarin

Da wir Beatrice als neues Vorstandsmitglied begrüssen dürfen, wird die eine Stelle des Revisors frei, die wir ebenfalls besetzen müssen. Erfreulicherweise können wir auch hier ein Vereinsmitglied vorschlagen – Rosemarie Bütikofer wird einstimmig gewählt.
Herzliches Willkommen an alle Neugewählten!

 

 

 

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