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14. September 2014 Druckversion anzeigenSchrift vergrössernSchrift verkleinern

Vom Jägersteg zur Hallwiler Badi

  Die Prognosen sind alles andere als vielversprechend, obwohl Emil Hänni, unser heutiger naturkundlicher Leiter, versucht mit „vielleicht“ den einen oder anderen Hoffnungsschimmer zu zaubern. Prognosen? Hoffnungsschimmer? Wir sind ein hübsches Grüppchen, das heute morgen dem Aabach entlang den Spuren des Bibers folgt – eben, nur den Spuren, dafür aber frischen                                           ; die Prognosen erfüllen sich nicht, der Hoffungsschimmer verblasst, der Biber selber zeigt sich auch ausnahmsweise nicht... „vielleicht“ doch später?
  
                                                       Die seltene Schwarzpappel, eine typische Auenpflanze, wurde gepflanzt.

 
Auf unserem Morgenspaziergang mit Emil Hänni vom Büro Creato, weichen wir nicht von der Seite des Aabachs, der sich mal still, mal plätschernd, mal rauschend gibt. Die verschiedenen Geräuschkulissen hat der Aabach dem Menschen zu verdanken: still, weil wir ihn während der Melioration in ein Korsett gezwungen, plätschernd, weil wir ihm mit dem Bagger wieder mehr Platz verschafft, rauschend, weil wir mit verbauten Hindernissen stärkere Strömung erzeugt haben. Emil Hänni, involviert in den beiden Renaturierungsprojekten beim Jägersteg und der alten Hallwiler Badi, kennt die ausgeführten Arbeiten bis ins Detail und kann deshalb auch genau erklären welche Absichten und gewünschten zukünftigen Entwicklungen dahinter stecken.
Somit erhalten wir einen ausführlichen Einblick in die beiden Projekte. Er versäumt es auch nicht, uns auf die unerwünschten Entwicklungen an und im Bach aufmerksam zu machen: die Verbreitung des drüsigen Springkrautes, eine der invasiven gebietsfremden Pflanzen (Neophyten) bei uns und der Rolle des Baches bei der Verbreitung deren Samen, die Verschlammung/Versandung der Bachsohle durch zu geringe Strömung (hervorgerufen durch den kontrollierten Abfluss des Sees durch den Kanton) oder zu heftige menschliche Aktivitäten, die sich nicht auf die dafür vorgesehenen Stellen beschränken.

Als krönenden Abschluss bekommen wir den Biber doch noch zu Gesicht: ein Prachtsexemplar an Präparat zeigt uns, dass er die Bezeichnung „grösstes Nagetier Europas“ durchaus verdient hat!                                       
Wir schliessen diesen spannenden Spaziergang mit dem traditionellen Bräteln im Pfaffenbiel.
 

 

 

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