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Vormittagsprogramm 
Exkursion „Bunte Brachen und dichte Dornenhecken“ in Suhr

Die Sonne lacht, die Vögel singen, die Suhre murmelt – unter diesen herrlichen Bedingungen treffen sich mehrere Dutzend Delegierte/Besucher beim Sportplatz in Suhr.
Man ist gewappnet, es stehen mehrere Exkursionsleiter zur Verfügung, welche die Angereisten durch das Naherholungsgebiet zwischen Suhr und Entfelden führen werden.
Ich schliesse mich der Gruppe an, welche einen kleinen, aber feinen Rundgang durch die renaturierten und aufgewerteten Flächen an und neben der Suhre machen werden.

Nach einer kurzen Einführung spazieren wir zum ersten Posten in einem noch jungen Obstgarten im Einzugsgebiet der Suhre und dem heutigen Aarauer Stadtbach.  Biberspuren   Da erfahren wir auch grad, dass der ursprüngliche Stadtbach von den Grundwasseraufstössen der Matte zwischen Entfelden und Suhr gespiessen wurde und nicht wie heute von der Suhre. Als die Aarauer eine eigene Trinkwasserversorgung hatten (um 1860), der Stadtbach seine Funktion als Wasserlieferant für die Feuerwehr verloren hatte (um 1900) und die Elektrizität den Wasserfluss als Stromlieferant ersetzte, war der Stadtbach eigentlich nicht mehr nötig. Er war nur noch störend. Deshalb wird er nach der Jahrhundertwende praktisch im ganzen Altstadtgebiet eingedolt.

Nicht nur Historisches, sondern auch Lokales lassen die beiden Exkursionsleiter in ihre Ausführungen einfliessen. Zum Beispiel, dass das Land, das zum Galeggenhof gehört vor dem Tod der letzten Besitzerin in eine Stiftung überführt worden war. Der Stiftungszweck wird u.a. so beschrieben: „...neben der Produktion von landwirtschaftlichen Produkten der Erhalt und der Förderung der Natur in einer Agglomeration im schweizerischen Mittelland im Vordergrund. ...“
Dank dem heutigen Pächter, der auch verpflichtet ist, gemäss dem Stiftungszweck zu wirtschaften, ist es möglich, dass zumindest auf seinem Pachtland, Biodiversitäts-Förderflächen entstehen. Sie sind im Programm „Labiola“ (Landwirtschaft-Biodiversität-Landschaft) des Kantons beschrieben und rechtlich festgehalten.    Weiden werden auf den Stockgeschnitten, mit der Zeit vermoddern sie von Innen und bieten so Nahrung, Schutz für Insekten und andere Tiere; es sind unschätzbare KLeinbiotope

 

   Eine der frühblühenden Weiden (Reifweide?)       
Heckensaum
(letztes Jahr erstmals Neuntöter festgestellt)    
                              

Die Umsetzung dieses Programms wird uns auf dem Rundgang gezeigt und können es so 1:1 erleben. Aber auch Flächen, die nicht zur Stiftung gehören, können dank Engagement, Verhandlungen mit anderen Pächtern/Landbesitzer, die ihr Land im Einzugsgebiet der Suhre haben, und Hartnäckigkeit revitalisierte Flächen gestaltet werden.
Der Naherholungssuchende darf sich tatsächlich über die „neue“ Landschaft freuen!

 

 

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