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Exkursion im Auenpark Rupperswil

Pünktlich zu unserem heutigen naturkundlichen Spaziergang hält sich die Sonne mit ihrer Kraft etwas zurück und kommt so den nicht so Hitzebeständigen entgegen...
Wir begeben uns zur Aarebrücke zwischen Rupperswil und der Auensteiner Badi. Auf der Rupperswiler Seite informiert eine Tafel über den Aargauischen Auenschutzpark.
1993 wurde die Volksinitiative „Auen-Schutzpark – für eine bedrohte Lebensgemeinschaft“ vom Aargauer Volk angenommen. Diese Initiative hatte den Auftrag, den Schutz der Auen in der Kantonsverfassung zu verankern. Mindestens 1% der Kantonsfläche musste in den folgenden 20 Jahren unter Schutz stehen. Der Schutz der Auen hat seinen guten Grund, den ca. 40% der in der Schweiz vorkommenden Pflanzen wachsen in den Auen.
Der Park ist nicht eine zusammenhängende Fläche, sondern aufgeteilt in viele kleinste bis kleinere, aber auch grössere Gebiete an unseren 4 grossen Flüssen Aare, Reuss, Rhein und ein paar Hotspots an der Limmat.
Die Aare bei Rupperswil wurde in zwei zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausgeführten Projekten aufgewertet. Einerseits wurde um das etwas weiter flussaufwärts gelegene Flusskraftwerk (also links von der Aarebrücke von Rupperswil gesehen) ein Umgehungsgewässer für die Fische geschaffen, andererseits, etwas später, ein neuer Seitenarm ausgehoben.
Das Umgehungsgewässer misst 660m, eingeweiht August 2006 (ein Jahr Ausführungszeit), der Seitenarm 1.5km, eingeweiht 2012 (Beginn der Arbeiten 2009).
Wir begeben uns zuerst Richtung Umgehungsgewässer.     Dieses wird mit dem immer gleichwährenden Wasserfluss von der Aare durchflossen. Ein Wehr kontrolliert die einfliessende Wassermenge. So ergibt sich zwar keine Dynamik, aber das Flussbeet wurde so gestaltet, dass es Ruhepools mit 1.8m Tiefe gibt und unterschiedliche Körnungen der Steine für Stromschnellen und langsamer und schneller fliessendes Wasser sorgen. Ein ideales Gebiet für die Fische. Zum Aufsteigen wurden extra flache, natürliche und v.a. überwindbare Stufen geschaffen. Die Fische werden mittels einer Leitströmung zum Umgehungsarm gelenkt.  

Unterwegs lernen wir Fauna und Flora einer Weichholzaue kennen und erfreuen uns an der in zehn Jahren gewachsenen Umgebung dort.  

Zuletzt nehmen wir noch einen Augenschein im später geschaffenen Seitenarm, der sich mit seinen Steilwänden als Brutgebiet für den Eisvogel anbietet. Auch dort zeigt sich, wie sich die Aue in den letzten vier Jahren (gänzlich?) ohne Eingriff des Menschen entwickelt hat. 
Ein Abschlusskafi im heimischen Sternen rundet den heutigen Morgen ab.

Für mehr Infos siehe https://www.ag.ch/de/bvu/umwelt_natur_landschaft/naturschutz/auenschutzpark_1/auenschutzpark_1.jsp (kantonale Website)
http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/auenschutzpark-das-10-millionen-projekt-bei-rupperswil-ist-fertig-124602509
(Zeitungsartikel (AZ 2012) zu den beiden Teilprojekten)
 

 

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