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Spaziergang hinter dem Gofi

Wir treffen uns wie immer beim Seetalschulhaus, wo uns Brigitte begrüsst. Hampi macht sich mit seinem Aebi und den Grillutensilien bereits auf den Weg zur neu installierten Brätlistelle beim Schürbergbrünneli.
Unser knappes Dutzend-Grüppli begibt sich in Fahrgemeinschaften nach Lenzburg, wo der eigentliche Spaziergang hinter der Berufsschule beginnt.

 Der heutigen Strecke liegt der Buurelandweg als Basis zu Grunde. Ein dankbarer und durchdachter Weg, der mit acht Posten den Wandernden gewisse Aspekte der Landwirtschaft knapp und prägnant näherbringt. Der Weg ist gesäumt vom Land des jungen Biobauernpaars, das ihren Hof hinter dem Gofi hat:
Mutterkuhhaltung auf Wiesen, die mit Hecken und Obstbäumen gegliedert sind. Alte und unbekannte Apfel- und Birnensorten mit deren Verwendungszweck auf Täfelchen gedruckt, wähnt einen auf einem „Obstlehrpfad“ (wohl vom Bauern initiiert). Staunen garantiert!
Ein kleiner Aussichtsturm zwischen den Obstbäumen bringt uns auf die Höhe der Wipfel. Wir verweilen einige Momente auf diesem Turm und lauschen den Vogelstimmen. Gleich oberhalb zieht sich eine Hecke dem Hang entlang und lässt auf einige interessante Stimmen hoffen:
Freuen tun wir uns über das wiewiewiehabdichlieb ☺ (Goldammer), der Hausrotschwanz hält sich auch in der Gegend auf, Rotmilan und Mäusbussard ziehen ihre Runden, Mönchsgrasmücke mit ihrem fröhlichen Geplapper ist zu hören (mehr Vogelarten am Schluss des Berichtes).

Weiter ziehen wir und halten am nächsten Posten: Pappmachénutztiere (Schwein, Rind, Huhn) präsentieren eingezeichnete Partien, welche den entspechenden Fleischstücken zugeordnet sind. Das Huhn ist wahrscheinlich Vandalen zum Opfer gefallen, von ihm sind nur noch die Zehen übrig.

Die Gegend ist sehr reizvoll, ruhig und beschaulich, so lässt es sich oft verweilen um Wollschweinen  im Gehege zuzuschauen oder in einem kleinen Naturschutzgebiet mit Feuchtbiotop am Waldrand (zum „Chaibegarte“ gehörend?) auszuruhen. Dort haben dank Einspruch aus der Nauturliebhaberecke 4 riesige, alte Kanada-Pappeln überlebt. Sie hätten einmal gefällt werden sollen. Ein kleiner Wildbirnbaum hat in diesem Ecken sein Plätzchen erhalten und auch der Vogelbeerbaum hat dort seinen Standort. Hier verlassen wir den Buurelandweg.

Es ist immer noch recht warm, wir freuen uns auf das Wegstück im Wald. Wir untersuchen Stauden wie den Wald-Ziest (uuii, der stinkt, wenn man die Blätter zwischen den Fingern zerreibt und an die Nase hält), das Blatt einer Bergulme (sieht aus wie Hasel, hat aber oft „Hörnchen“ am oberen Rand des Blattes und einen asymmetrischen Blattgrund) oder den Ausläufer bildenden Giersch (Baumtropf, Geissfuss).
Die Zeit vergeht wie im Fluge, bereits müssen wir ans Rückkehren denken, Hampi wartet ja mit der perfekten Glut an der „Sommergrillstelle“ am Schürberg. Einen letzten Halt machen wir bei der Wellnessoase des Buurelandweges, wo Holzsofas und ein „Kneipp“-Weg aus verschiedenen Waldböden zum Barfusslaufen einladen. 
Schmetterlinge (u.a. das Tagpfauenauge), zaghaft blühende Sonnenblumen  und die schöne Pracht einer Buntbrache begleiten uns auf dem Rückweg, wo nun richtig angenehme Temperaturen herrschen. 

Zurück beim Ausgangspunkt nehmen wir voneinander Abschied, da nicht alle zur Grillstelle fahren werden. Einige werden sicherlich den Buurelandweg einmal in seiner ganzen Länge bewandern...

Nachstehend die (beliebige) Auflistung der gesichteten und gehörten Vögel (gar nicht so schlecht für einen Samstagabend :-)! : rot- und schwarzmilan, sperber, ringeltaube, mauer- und alpensegler, buntspecht, bachstelze, rotkehlchen, hausrotschwanz, amsel, singdrossel, mönchsgrasmücke, sommergoldhähnchen, kleiber, rabenkrähe, star, feldsperling, buchfink, goldammer.
 

 

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